Schreiben Sie uns: lehrbuch@udpi.hu

Helmut Herman Bechtel - Zoltán Szendi
Tradition und Modernität in der ungarndeutschen Literatur

Béla Bayer

Biographie

Koloman Brenner

Biographie

Wilhelm Knabel

Biographie

Erika Áts

Biographie

Valeria Koch

Biographie

Stefan Raile

Biographie

Angela Korb

Biographie

Nelu Bradean-Ebinger

Biographie

Claus Klotz

Biographie

Robert Hecker

Biographie

Robert Becker

Biographie

Josef Michaelis

Biographie

Ludwig Fischer

Biographie

Christina Arnold

Biographie

Stefan Valentin

Biographie

Alfred Manz

Biographie

Johann Faul

Johann Faul – Farkas

Der Autor und Journalist ist am 10.11.1885 als ältestes von sechs Kindern
der Eheleute Sebastian Faul und Katharina Tafferner in der Neugasse geboren.

Sein Hausname war Fidy.
(Er benutzte ihn häufig als Pseudonym für seine Artikel).
Johann Faul besuchte das Gymnasium in Gran.
Nach dem Abitur trat Faul bei den Prämonstratensern in Gschiernau/Csorna ein.
Nach einigen Jahren des Theologiestudiums trat er aber aus dem Orden aus
und schlug die journalistische Laufbahn ein.
1908 magyarisierte er seinen Familiennamen Faul in Farkas um.
Fortan führte er (eigenmächtig) den Doppelname Faul-Farkas
(was eigentlich ungesetzlich war),
merkwürdigerweise nahmen die Behörden nie Anstoß daran.

Am 28.08.1910 heiratete er Emilie Toma, eine rumänische Journalistin aus Arad.
Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Bereits am 21.09.1929 starb seine Frau
im Alter von 37 Jahren und wurde am 23.09.1929 in Zsámbék beerdigt.

1920 erscheint in der Budapester Zeitung sein neuer Heimatroman „Die neue Heimat“, der bei allen Schwaben großen Anklang fand.
1922 wurde der Roman in 1. und 1925 in 2. Auflage als Buch herausgegeben.
Weitere Romane von ihm sind: „Gottes Wege“, „Die Erbschaft“, „Die Braut von Kirchwald“.
Er war vielseitig begabt. In einer Person: Journalist, Volksredner, Schriftsteller und Politiker.
Er war es der Mitte der 30er Jahre den Aufsehen erregenden Leitartikel schrieb:

„Viele sind´s die auf Deinen Namen schwören,
aber nur wenige sind´s die auf Deine Worte hören.“

Er schrieb sämtliche Artikel und Romane mit der Hand.

Faul-Farkas starb am 25.05.1945 vermutlich an Typhus im Ofenpester
St. Ladislaus-Seuchenspital. Seine Tochter ließ ihn 1954 nach Zsámbék überführen und im Grab seiner Frau beisetzen.

Johann Faul-Farkas blieb der alten Heimat bis zur Selbstaufopferung treu.

Es ist eine späte und ungewollte Ehrung, dass seine Villa am Lochberg heute noch offiziell „Farkasvilla“ genannt wird.

ein Bild